Tierquälerei in Arnsberg
Über 100 Tiere vegetieren ohne Futter und Wasser / PETA erstattet Anzeige
Stand: 7. Februar 2011
Am 3. Februar 2011 betraten zwei PETA-Ermittler ein abgelegenes Grundstück in Arnsberg-Hüsten. Ein Informant schilderte, dass ein Mann dort etliche Kaninchen, Enten, Hühner und Gänse halte, die nicht tiergerecht untergebracht seien und nur unzureichend versorgt werden. Dieser Eindruck bestätigte sich schon vor dem Betreten des Grundstücks. Neun Hühner kauerten sich auf einer Bank zusammen. Sie kamen nicht in die Ställe, weil das Grundstück verschlossen war. Schutzlos waren sie jedem Raubtier, wie z. B. einem Fuchs, ausgesetzt.
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„Wir hoffen mit der Strafanzeige eine Schließung der Anlage zu erwirken“, so PETA-Ermittler Stefan Bröckling. „Niemand hat das Recht, seine Tiere so zu vernachlässigen.“ Etliche Schuppen und Ställe machten bei Bröcklings Besuch einen einsturzgefährdeten Eindruck. An den zahlreichen defekten Gittern könnten sich die Tiere leicht verletzen. Alle Stallanlagen waren scheinbar „seit ewigen Zeiten“ nicht mehr ausgemistet worden.
Insgesamt fanden die beiden PETA-Ermittler 59 Hühner, 34 Kaninchen, 25 Enten und sechs Gänse vor. In einem Käfig lag ein totes Huhn, in einem anderen Stall ein totes Kaninchen, unter ihm ein weiteres bereits verwestes Tier. Hinter einer Truhe fanden die Ermittler Fell und Köpfe von zwei geschlachteten Kaninchen. Auf dem Gelände lagen überall leere Bierflaschen.
Uns wurde zugetragen, dass die Tiere dort geschlachtet und in der Nachbarschaft verkauft werden. Eigenbedarf ist bei einer so großen Anzahl an Tieren eher ausgeschlossen. Nur den Hunderten Ratten schien es gut zu gehen. Sie konnten - wie eindeutig dokumentiert wurde - ihren Hunger auch an den toten Kaninchen stillen.
Veterinäramt kann bei Ordnunsgwidrigkeiten nicht handeln
Umgehend wurde die Polizei gerufen. Noch in der gleichen Nacht wurde Anzeige gegen den Tierhalter wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Am nächsten Tag meldete sich sogar das Veterinäramt und bestätigte die geschilderten Zustände. Leider sieht man dort derzeit keine Möglichkeit, ein Tierhalteverbot zu erwirken, weil der Mann sich nur im Bereich von Ordnungswidrigkeiten bewege.
Wir sind jedoch anderer Auffassung und bereiteten eine umfangreiche Strafanzeige vor.
Vielleicht kann ihn diesem Fall - in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt - eine sofortige Schließung der Anlage erwirkt werden. Wir bleiben auf jeden Fall an der Sache dran.
Video der Anlage in Arnsberg >>>
Quelle: www.peta.de
Tierschutzmissstände auf Terraristikmesse in Hamm
Zu Besuch auf der Terraristika in Hamm
Stand: Januar 2011
Im Dezember 2010 besuchte PETA Deutschland e.V. zusammen mit einem Fernsehteam erneut die weltweit größte Börse für sogenannte Terrarientiere, die Terraristika in Hamm/Westfalen. Wie bereits bei Besuchen zuvor konnten auch diesmal gravierende Missstände festgestellt werden – nicht nur im Hinblick auf den Tierschutz im Allgemeinen, selbst Verstöße gegen die börseneigenen Leitlinien waren vielfach sichtbar! Tiere werden zu Tausenden, in Plastikdosen verpackt, wie Ware verkauft – das Individuum dahinter gerät völlig in Vergessenheit. Dass auch Reptilien und Amphibien Schmerzen oder Krankheiten haben, unter Stress stehen und Todesangst verspüren, ist vielen Besuchern scheinbar nicht bewusst.



